Kundendienst in Singapur

Singapur beherbergt das asiatische Hauptquartier vieler europäischer und amerikanischer Firmen. Weshalb? Dafür gibt es schlagkräftige Gründe wie Sicherheit, Ausbildungssystem, Arbeitskräfte und Kundendienst.

In keinem anderen Land der Erde würde ich meine zwanzigjährige Tochter um Mitternacht mit der U-Bahn nach Hause fahren lassen. In Singapur ist das die Regel und wir fühlen uns dabei nicht wie Rabeneltern. Da Singapur praktisch außer Salzwasser und ein paar Bäumen keine natürlichen Ressourcen hat, baut man schon immer auf menschliche Ressourcen und richtet die Gesellschaft danach aus.

Marathon in Singapur

Diejenigen unter Euch, die sich – wie mein Bruder – beim halben Ablaufen unserer Ostküste schon einmal einen richtig satten Sonnenbrand geholt haben, können die Länge der Strecke richtig einschätzen. Wenn Dir dann jemand sagt, dass Du nicht die halbe, sondern die volle Strecke zweimal ablaufen musst, magst Du das überhaupt nicht. Wenn Du dieses Vorhaben erst anpackst, nachdem Du in der Stadt schon zehn Kilometer gelaufen bist, frustriert Dich das total.

Von der Dritten Welt zur Nummer Eins

Kurz nach der Unabhängigkeit von den Briten vereinigten sich Malaya, North Borneo, Sarawak and Singapur zur Föderation Malaysia („si“ steht für Singapur). Als Singapur aus Malaysia im Jahr 1965 quasi über Nacht entlassen wurde, hatte Singapur praktisch nichts, außer ein paar Inseln mit ein paar Plantagen und Fischerdörfern.

Singapur für Anfänger

Mein erster Aufenthalt in Singapur im Sommer 2002 ist ein Job bei Johnson & Johnson. Nachdem meine Arbeit erledigt ist, spiele ich wie immer etwas Tourist. Interessanterweise kann ich mit der Straßenkarte nicht so toll viel anfangen. Immer wenn ich eine Weile nach Karte gelaufen bin, stelle ich fest, dass ich nicht da angekommen bin, wo ich eigentlich sein wollte und laut Karte sein sollte.

Wunder gibt es immer wieder

Am Freitag auf dem Weg vom Kunden zur U-Bahn bin ich wohl etwas zu schnell eine Treppe hinunter gegangen. Dabei muss ich mir meinen linken Knöchel leicht verstaucht, verdreht oder verirgendwast haben. So etwas passiert schon einmal, wenn ich meine Aufmerksamkeit nicht der Treppe, sondern der wohlgebauten, leicht gebräunten, schwarzhaarigen, malaiischen Schönheit vor mir widme.

Ein Tag auf Atata

Heute geht‘s nach Atata, einer kleinen Insel vor der Insel Tongatapu. Diesen Tagesausflug haben wir uns vom einzigen Reisebüro in Tonga organisieren lassen. Normalerweise wollten wir Wale und Haie beobachten.

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Leben in Kasten

Auf dem Weg vom Hotel zum Kunden gibt es das übliche Bild. Es stehen Kühe auf der Straße. Da die Kuh hier in Indien heilig ist, wird nicht gehupt. Es wird gewartet, bis die Kuh sich bewegt. Und die Kühe in Indien stehen nicht auf Bewegung. […]

Nichts ist unmöglich

“Uwe, what is your career vision?” war Steves erste Frage während meines Jobinterviews vor vielen Jahren. Was im Englischen ganz normal klingt, war bis dahin in meinem Sprachgebrauch nicht belegt. Sicher ist das ein kultureller Unterschied. Während US-Amerikaner alles als Karriere definieren – vom Basketballstar bis hin zum Straßenreinigungsgehilfen – passt im Deutschen der Begriff Karriere zu Leuten wie Franz Beckenbauer, Robert Bosch oder Angela Merkel. Mit meiner eigenen Karriere hatte ich mich daher bis zu dem Zeitpunkt wenig beschäftigt.  […]

Im Südpazifik II

Es ist Zyklonzeit im Südpazifik. Unser kleiner Flieger von Neuseeland nach Tongatapu liegt etwa so stabil in der Luft, wie Harald Juhnke nach einer Party, so dass wir uns mehrfach mit beiden Händen an den Sitzen festkrallen.

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Chinese for Beginners

A while ago I started another attempt to touch up my Chinese. Hence, I had a Beijing-Chinese lady coming to our home as a tutor. I was able to make some progress because she did not speak any English at all. Although, I strongly felt that she did an excellent job, my wife substituted her away. My wife explained that this lady was too pretty. That is correct. However, I see a strong correlation between the success in learning a language and the attractiveness of the teacher.    […]

Chinesisch für Anfänger

Vor einiger Zeit hatte ich Anlauf genommen, mein Chinesisch aufzubessern. Dazu hatte ich eine Peking-Chinesin in Singapur nach Hause kommen lassen. Mit ihr hatte ich gute Fortschritte erzielt, da sie kein Englisch verstand. Obwohl ich der Meinung war, dass meine junge Chinesin einen guten Job gemacht hatte, wurde sie von Amy ausgetauscht. Sie sei zu hübsch gewesen. Das stimmt. Allerdings korreliert für mich die Attraktivität einer Sprache und damit der Lernerfolg mit der Attraktivität der Lehrerin.    […]

Laotisch

Beim Eintreffen auf dem internationalen Flughafen von Vientiane, der Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublic Laos, einem der vier letzten sozialistischen Staaten mit etwa sechs Millionen Einwohnern und einem Bruttosozialprodukt von weniger als dem Gewinn von VW, sehen wir wieder einmal, wie gut kleine Flughäfen funktionieren. Nur ein kurzer Weg vom Flieger zur Passkontrolle, Visa on Arrival ist zu schnell, um es beschreiben zu können und Gepäckausgabe geht ebenfalls sehr rasch.

Regen und Wind

In meinem Hotel in Hong Kong angekommen richte ich mich häuslich ein und bereite mich auf eine Woche Arbeit mit meinen Kunden vor. Die sind für das Seminar zum großen Teil aus dem nahen China nach Hong Kong gekommen und nutzen die Gelegenheit, um wieder einmal „auszubrechen“ aus dem normalen chinesischen Leben. Obwohl Hong Kong […]

Kulturelle Unterschiede

Für eine amerikanische Firma zu arbeiten ist oftmals eine gute Sache. Ein Vorteil ist, dass Du dabei zwangsläufig Gelegenheit bekommst, Dich kulturell weiterzubilden.

Beim Eintreffen am Hauptfirmensitz in Stamford im US Staat Connecticut bin ich sauber in einen schwarzen Anzug verpackt, wie ich ihn in unserer Bank in Köln fast jeden Tag trage. Dazu natürlich Krawatte und hellblaues Hemd. So sehen deutsche Banker eben aus. Allerdings ist mein erster Eindruck, abgleitet von der Umgebung unserer Firmenzentrale, etwas gemischt. Da gibt es Leute, die aussehen, wie ich auch. Die große Mehrzahl allerdings scheint in den kundenabgewandten Bereichen der Bank zu arbeiten, wo Du eben auch in T-Shirt und kurzen Hosen sitzen kannst. […]

Pisa Life

Letztes Wochenende waren wir bei “alten” Freunden zum Abendessen eingeladen. Wir gehen da eigentlich sehr gerne hin, da sowohl Nidhi, als auch Shireesh unheimlich nett und gastfreundlich sind. Allerdings gehören beide zum militanten Flügel der Vegetarier. Sie kommen aus Nordindien – irgendwo in der Nähe von Delhi. Genau kenne ich die Definition dieser Art Vegetarier nicht. Ich kann mich aber erinnern, dass sie absolut gar nichts essen, was schon mal mit einem Tier zu tun hatte. Also ist nicht nur rotes Fleisch verboten, sondern auch Fisch, Hühnchen und sogar das Ei der Henne. Das Essen ist trotzdem immer super köstlich – was auch immer es ist.

Nur wissen wir nie, was wir bei einer Einladung in unserem Hause kredenzen können. So bringen wir sie jedes Mal in ein vegetarisches Restaurant. Das Gute ist, dass ich mit meiner undiplomatischen Art bei Nidhi und Shireesh nicht in Fettnäpfchen treten kann. Die sind ja auch verboten. […]

Beim TCM

Wenn Du in der westlichen Welt krank bist, gehst Du zum Arzt. Wenn Du in der Chinesischen Welt gesund bist, gehst Du auch zum Arzt, zum Traditionellen Chinesischen Mediziner, dem TCM. Als meine Lieblingsfreundin vor einigen Jahren den Besuch des TCM vorschlug, war mir nicht ganz klar, was ich da solle, da ich bei mir keine Erkrankung erkennen konnte. Die Antwort auf meine Frage war „Maintenance“. Das heisst soviel wie Instandhaltung und meint wahrscheinlich die Aufrechterhaltung meiner biologischen Grundfunktionen. Da ich fuer gewoehnlich ihren Anweisungen Folge leiste und ich nicht genau wusste, mit welchen meiner Grundfunktionen sie unzufrieden war, schlugen wir kurz danach beim TCM auf. […]

Peking – so und so

Mein Hotel liegt in einem Industriegebiet direkt am Badaling-Highway, der im Norden von Peking an der Mauer vorbei führt und in das Tal des Todes mündet. Tal des Todes wird der Autobahnabschnitt genannt, weil es hier auf der stark abfallenden Strasse beim Einfahren in die Hauptstadt unzählige Verkehrstote gegeben hat und immer noch gibt. Diese […]

Beklaut III

Klischee 1: Diebstahl ist nur in Asien angesagt

Widerlegt. Wenn Du herausfinden moechtest, ob es Taschendiebstahl auch in Europa gibt, musst Du nur eine groessere Kamera für etwa sieben Sekunden unbeobachtet lassen. Mit etwas Glueck kannst Du das Klischee von hoeherer Kriminalitaet in Asien zumindest ankratzen. Bei unserem Selbstversuch im Faehrenterminal in Lissabon legen wir unsere ausgewachsene Canon auf einen Stuhl neben uns. Es passiert nichts. Wir warten und warten und … warten. Dabei nehmen wir unser Mittagessen ein und wirken beschaeftigt. Trotzdem nichts.

Nach einer Weile beschliessen wir, Stufe II einzuleiten. Das heisst, Amy macht sich auf den Weg zur Toilette, so dass nur noch zwei Augen im Spiel sind, die sich von Zeit zu Zeit der Kamera in etwa 40 Zentimeter Entfernung zuwenden. Immer noch nichts. […]

Zu Gast in Myanmar

Über der Tür im Toyota-Taxi gibt es den üblichen Handgriff, den Du eigentlich nur benutzt, wenn Du mit einem Überschlag des Wagens rechnest. Dieser Handgriff ist sonst absolut unauffällig, weil er quasi im Himmel des Wagens versinkt. Heute allerdings sticht er ins Auge. Er ist behäkelt. Das heißt, er besitzt einen gehäkelten Überzug. Auch der Taxifahrer sitzt auf einem feinen gehäkelten Sitzbezug. Die Kopfstützen sind ebenfalls in Gehäkeltes gekleidet.