Alles Gute zum Jahr des Goldenen Ochsen (…1961, 2021…).

Wie der Zodiak-Kalender sagt, sind die Ochsen-Geborenen (1961, 1973, 1985, 1997, 2009, 2021) intelligente und hart-arbeitende, ehrliche und verlässliche Zeitgenossen, die sich selten in den Vordergrund drängen, sondern eher im Hintergrund wirken. Sie brauchen kein Lob, sondern bekommen ihre Anerkennung durch ihre sehr geschätzte, harte Arbeit. Sie sind auch bekannt dafür, dass sie ihre Talente verbergen, um nicht im Rampenlicht stehen zu müssen.


Ochsen glauben an die Gemeinschaft und unterstellen, dass jeder seinen Anteil nach seinen Kräften einbringen sollte. Dabei sind sie ausgeglichen und wenig temperamentvoll, folgen eher der Logik als ihren Gefühlen. Das macht die Ochsen zu sehr guten Führungskräften.

Das deutsche „Er arbeitet wie ein Ochse“ kommt wohl aus dem Chinesischen Kalender.

Gute Kompatibilität – Verlässliche Partner

Ochsen passen am besten zusammen mit Ratten, Schlangen und den Hähnen. Die Eigenschaften von Ratten und Ochsen ergänzen einander. Beide haben ähnliche Lebensziele. Ein Schlangen-Geborener hilft dem hart-arbeitenden Ochsen-Partner beim Erfüllen der Aufgaben. Ein warmer, liebender Hahn-Geborener ist oftmals ein guter Partner für den ehrlichen und treuen Ochsen.

Schlechte Kompatibilität – Das klappt oft nicht

Ziegenbock und Ochse können einander tolerieren, werden aber immer Spannungen in der Beziehung haben. Pferd-Geborene sind wild, lieben ihre Freiheit und nehmen dabei das Leben nicht so ernst. Die passen nicht zu den aufrichtigen, treuen Ochsen. Mit Hunden können Ochsen ebenfalls kaum, weil sie in der Regel total unterschiedliche Lebensziele und -auffassungen haben.

Das eben Gesagte steht so im Kalender. Allerdings belegen Ausnahmen wohl die Regel. Zum Beispiel habe ich ein Pferd zu Hause. Dieses Pferd ist nicht wild – jedenfalls nicht oft – und nimmt das Leben sehr ernst. Also glaubt nicht alles, was auf Websites zu lesen ist.


Das Chinesische Neujahrsfest

Das chinesische Neujahr ist in der fernöstlichen Welt wie China, Korea, Vietnam, der Mongolei und eben auch Singapur wesentlich wichtiger, als das gregorianische Neujahr. Das östliche Fest löst normalerweise in China eine Völkerwanderung von Millionen Menschen in ihre Geburtsorte aus, wo sie sich mit den Eltern und Geschwisterfamilien treffen. In diesem Jahr ist das Reisen noch stark reduziert.

In Singapur dürfen wir im Moment nur acht Personen aus maximal zwei Haushalten pro Tag empfangen oder besuchen. Da wir mit unseren Kindern und deren Partnern nur zusammen sechs Personen zählen, war dieser Teil des Neujahres wie immer. Der Besuch von Amys drei Brüdern und vier Schwestern fand in diesem Jahr auf Zoom statt. Zusätzlich haben wir einige von ihnen getrennt voneinander persönlich besucht.

Die Tradition besagt, dass man weder mit schmutziger Wohnung (die haben wir eigentlich sowieso nie), noch mit getragener Kleidung oder ungewaschenem Auto ins Neue Jahr zieht. So hatte meine Lieblingsfreundin endlich wieder einmal einen triftigen Grund für Shopping, nachdem mit einem Jahr fast vollständig auf Zoom zumindest der Kauf von Hosen und Kleidern eigentlich unnütz war. Die Zeit zum Einkauf war so verteilt wie immer: Nachdem ich mir in etwa drei Minuten zwei Hemden bei Massimo gegriffen hatte, waren die restlichen zwei Stunden Amys Kauf von Kleidern und Blusen gewidmet. Also so wie eigentlich immer.

Am Donnerstag vor Neujahr gibt es das gemeinsame Abendessen, gekocht von Pearlie und Mutti. I love that food. Der Abend ist normalerweise sehr lebhaft, recht laut, Die gereichten Speisen, unser Lieblingsbier – chinesisch als Tsingtao oder japanisch als Asahi oder dänisch als Carlsberg – etwas Riesling und italienischer Rotwein und natürlich etwas Schwereres wie beispielsweise Wodka, Sambuca oder Scotch tragen zur Stimmung bei. Es ist immer und war auch in diesem Jahr sehr, sehr angenehm.

Am Neujahrstag besuchen die Kinder ihre Eltern noch einmal. Dabei werden die neuen Kleider getragen. Amy hatte mir zur Feier des Tages eine Brosche auf das Hemd genagelt. Der Ablauf ist eher strikt. Auch wenn jede Urgroßmutter in Singapur ein Mobiltelefon in der Hand hat, besinnt sich absolut jeder der Tradition. Einige unserer Verwandten sind richtig reich – wenn wir die besuchen, parken ein Rolls für Amys Bruder und zwei Lambos für die Söhne und noch ein paar Toyotas vorm Haus. Aber auch die haben die gleiche Tradition und halten sich an die Regeln. Am Morgen ist es für die Kinder ohne Ausnahme Pflicht, die Eltern traditionell mit zwei Mandarin-Orangen und ehrlich gemeinten guten Wünschen zu begrüßen. Das passiert vom älteren zum jüngeren. Genauso habe ich auch Amys Eltern begrüßt, als sie noch hier waren.

Danach erhalten die Kinder durchdachte gute Wünsche für das kommende Jahr und kleine rote Päckchen in der Größe von Dollarscheinen von Vater, dann von Mutter. In den Päckchen sind dann oft die passenden Geldscheine zur Unterstützung der Wünsche der Eltern.

Das Ganze ist eine Zeremonie. Dazu gehört eine bestimmte Speise, die zuvor und danach gereicht wird. Und diese Zeremonie dauert Zeit, da bei uns 16 Wünsche nacheinander ausgetauscht werden. Und das ist sehr ernsthaft, also es kann dauern. Schon mehrmals dachte ich, dass wir auch in Deutschland das Schenken zumindest zu Weihnachten etwas seriöser machen sollten. Einfach Geschenke zu verteilen kann nicht der Sinn sein.

Das Chinesische Neujahr dauert 14 Tage. Während in Singapur und Korea nach zwei Tagen fast alle Tätigkeiten wieder aufgenommen werden, ist es in China oft so, dass die Unternehmen zwei Wochen geschlossen sind. Wir sind auch immer noch in der Neujahrsperiode.

Daneben gibt es viele kleine Nettigkeiten, die während dieser Zeit stattfinden. So werden kleine Tütchen mit Geldscheinen an alle Dienstleister verteilt. Das ist nicht Pflicht, aber wir machen das gerne. Unsere Reinigungsleute und Sicherheitsleute sind immer dabei. Gestern haben wir den Bus genommen. Prompt haben wir dem überraschten Fahrer ein Tütchen in die Hand gedrückt. Am Sonntag gingen zwei Päckchen an Taxifahrer. Oftmals kommt dann früher oder später eine kleine Nettigkeit zurück.

Wenn es Dir gut geht, vergiß die anderen nicht.

Ich denke nicht, dass irgendeiner unserer Päckchenempfänger dieses tatsächlich braucht. Aber die Geste ist nett und bildet eine gewisse Gewohnheit aus. Wenn Du es gewöhnt bist zu geben, fällt es Dir vielleicht leichter wenn es wirklich gebraucht wird.

Im Gegensatz zu allen organisierten Spendenaktionen geht der volle Betrag genau dahin, wo ich es haben will. Bei SOS sind es nur 20%.

Ein Jahr des Ochsen voller stabiler Gesundheit, ausreichend Erfolg, guter Laune und etwas Humor wünschen wir Euch.

Herzlich,

Uwe

 

Bei Interesse, schick einfach eine Mail an uk@uk-online.de. Danke. UK

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