Im Januar 2020 ging unsere letzte „Dienstreise“ nach Malaysia. Das war sozusagen fünf Minuten vor Covid und brachte uns die erste Bekanntschaft mit dem Virus. Das war nicht weiter verwunderlich, da ein paar Tage vor dem chinesischen Neujahr die Straßen und Geschäfte vollgestopft waren mit Menschen, die noch die letzten Einkäufe vor den Feiertagen erledigen wollten.

Zurück in Malaysia
Zurück in Malaysia

Jetzt fragt vielleicht jemand: Chinesisches Neujahr in Malaysia? Na klar. In Malaysia gibt es etwa 25% Chinesen. Das sind immerhin etwa 8 Millionen, die sich meist in den größeren Städten angesiedelt haben. Damals war auch der Flughafen gut besucht, so dass wir genügend Gelegenheiten hatten, den Virus mit nach Hause zu nehmen. Genau das hatten wir in 2020 auch getan.

Unsere diesjährigen Aufenthalte in Malaysia sind Kundenbesuche bei einer Singapur-Firma, die in Malaysia, China und Vietnam Möbel zusammen nagelt.

Malaysia und Singapur haben sehr viel gemeinsam. Schließlich wurde Malaya im Jahre 1963 in Malaysia umbenannt, um mit dem „si“ das Eintreten von Singapur in das malaysische Königreich zu signalisieren.

Schon im Jahr 1965 kam es dann zum Austritt Singapurs – sehr ähnlich einem Tritt in den Hintern. Keine Seele hätte damals auf Singapur gewettet, da Singapur nichts hatte außer einer kleinen, schlammigen Insel und mehrheitlich chinesischen Menschen.

Zum Startpunkt hatten Malaysia und Singapur die gleiche Währung. Heute kauft ein Singapur-Dollar mehr als drei malaisische Ringit.

Zurück in Malaysia

Es gibt viele Unterschiede im täglichen Leben, die sich mit der Zeit verschärfen. Beim Überqueren der Brücke im Wagen – wir wurden von zu Hause abgeholt und auch zwei Tage später zurück gebracht – erkennt man leicht, wann Malaysia beginnt. Die Grenzanlagen auf der Singapur-Seite sind modern und die Abfertigung geht blitzschnell. Die Abfertigung auf der anderen Seite kann schon mal etwas länger dauern.

In Malaysia gibt es etwas, was ich sonst nicht kenne: Bauprojekte werden nicht zu Ende gebaut. So fährt man an Gebäuden vorbei, die offensichtlich vor Jahren im Rohbau steckengeblieben sind. Auf dem Gemäuer macht sich Grün breit, was auf ein paar Jahre Stillstand hindeutet.

Unser Resort

Nach dem Eintreffen im Hotel hat alles tadellos funktioniert. Allerdings dauert es immer noch viel zu lange, meinen Pass zu kopieren. Dann bekommen wir die elektronischen Schlüssel zu Zimmer 345 mit dem Hinweis „Bitte drücken Sie im Lift die 2!“

Im Hotel

Natürlich. Ist doch sonnenklar. Zimmer 345 ist im zweiten Stock. Später finden wir heraus, dass das Hotel von einer französischen Firma übernommen worden war. Die Franzosen hatten eilig das Erdgeschoß als solches gekennzeichnet, was den ehemals zweiten Stock zum ersten macht und so weiter. Die Zimmernummern wurden nicht angepasst. Wozu auch!?

Ich mag das Essen in Malaysia. Schließlich kommt eins meiner Lieblingsgerichte, das Laksa, aus Malaysia. Also war ich auf dem Weg zum Abendessen im Einkaufszentrum in bester Laune. Bis ich feststellen musste, dass ich wie immer kein Geld eingesteckt hatte. Nur eben ein paar Karten wie zu Hause auch. Inzwischen wird in jeder Bude mit Karte oder mit Telefon bezahlt. In Singapur.

In Malaysia war ich mir nicht so sicher. Also suchte ich nach einem Automaten, um etwas Geld zu ziehen. Frau Tan war mittlerweile anderweitig beschäftigt. Bevor

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