Katar ist ein Emirat im Osten der Arabischen Halbinsel im Persischen Golf. Die Monarchie hat eine Fläche von nur 3% der deutschen und etwa 2,7 Mio Einwohner, von denen bloß etwa 12% Katari sind. In unserem Hotel in der Hauptstadt Doha arbeiten beispielsweise Philippinos, Chinesen, Malaien und andere Nationen. Im Supermarkt werden wir von Philippinos, Indern und Pakistanis bedient. Katari sind nicht in derartigen Jobs zu finden. Sie besitzen in der Regel den Laden … und den daneben … und ein paar Häuser in Katar … und in London …

Skyline von Doha

Wie fast alle Länder dieser Region ist Katar nicht arm. Das Einkommen pro Kopf liegt deutlich höher als in den meisten Staaten – weit höher als in Deutschland und Singapur – und stammt aus riesigen Erdgas- und Erdölvorkommen. Lambo, Ferrari und Bentley gehören zum normalen Straßenbild.

Wie auch in anderen Regionen der Welt haben Japanische und Koreanische Autobauer hier ganze Arbeit geleistet. Insbesondere Toyota ist allgegenwärtig. Und Toyota hat sich auf die Gewohnheiten der Katari eingestellt. Die Wagen sind riesig, besitzen schätzungsweise den Hubraum einer Telefonzelle und die Leistung von Schützenpanzern. Auf dem Parkplatz vor unserem Hotel erscheint ein BMW X5 wie ein Kleinwagen neben den Toyotas und Lexus, die in der Regel mindestens acht Zylinder haben. Beim Fahren hört man nur ein angenehmes, tiefes Grummeln. Es ist offensichtlich, dass der Verbrauch der Wagen hier weniger eine Rolle spielt.

Amys Traum: Kamelreiten

Das Emirat wurde von Scheich Muhammad Al Thani vor etwa 250 Jahren gegründet. Seitdem herrscht die Familie der Al Thani über Katar. Der regierende Emir ist der 37 jährige Tamim bin Hamad Al Thani, der Premierminister ist Abdullah bin Nasser bin Chalifa Al Thani, viele Minister sind Al Thani. Das Land ist in der Hand der Al Thani Familie. Hamad, der Vater des Emirs, hat vor ein paar Jahren begonnen, das Land zu entwickeln und die Welt nach Qatar zu bringen. Sein Sohn führt die Arbeit in beeindruckendem Tempo fort.

Am Museum für Islamische Kunst

Überall gibt es Baustellen, der Flughafen ist vom Feinsten und kann mit Singapur oder Shanghai locker mithalten. Wir reden besser nicht über Berlin. Qatar Airways wurde gerade als weltbeste Airline ausgezeichnet. Die Ministerien, große Hotels und Unternehmen bilden die Skyline wie in Manhattan oder modernen Asiatischen Metropolen.

Katar bereitet sich auf die Fußball-WM 2022 vor. Einer unserer Kunden, Abdulla, ein Mitglied der erweiterten Familie des Emirs und damit betitelt mit Scheich, berichtet stolz, dass etwa 60% der Bauvorhaben schon erledigt sind. Dazu kommen in Kürze noch eine Metro, Stadien, Hotels usw. Ich habe keinerlei Zweifel, dass das alles funktionieren wird.

Am Museum für Islamische Kunst

Es ist sehr auffällig, wie der Emir verehrt wird. Es gibt sein Bild überall, an fast allen Gebäuden, auch in privaten Geschäften und auf den meisten Wagen. Der Emir hat einen gottgleichen Status – offensichtlich ohne die negativen Begleiterscheinungen. Als wir uns mit unseren Kunden über das Personalwesen unterhalten – das ist in diesem Job das Thema – gesteht uns eine Ministeriumsmitarbeiterin, dass sie sich schlecht fühle, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen. Der Emir tue soviel für die Menschen, dass das Fordern von mehr nicht anständig wäre.

Ich kann mich nicht entsinnen, so etwas schon einmal gehört zu haben. Und die Dame hat das mit großer Sicherheit von Herzen ernst gemeint. Unglaublich!

Katar ist ein muslemischer Staat und unterliegt damit entsprechenden Gesetzen und Gebräuchen. So wurde Amy bei der Anmeldung im Katari Arbeitsministerium zur Rezeption für weibliche Gäste gebeten. Nach der Rezeption gibt es getrennte Aufzüge, den eigentlichen Grund für die Trennung. Es ist in der Katar-Kultur nicht üblich, Frauen und Männer eng beieinander einzupferchen. Jede Berührung durch fremde Personen des anderen Geschlechts ist unangenehm. Das macht besonders dann Sinn, wenn die Aufzüge stets überfüllt sind.

Auch in unserem Workshop gibt es zwei Herrentische und zwei Damentische. Damen und Herren sprechen natürlich miteinander, halten aber immer etwas Abstand. Ich merke am ersten Tag, wie eine der Katari-Damen etwas zurückweicht, als ich mich ihr nähere. Natürlich weiß ich, dass mein Handschlag mit den Herren gute Manieren kennzeichnet, mit den Damen jedoch ein absolutes Tabu darstellt. Das hatte ich schon in Singapur gelernt.

Doha Basar

Das Ganze wird wesentlich lockerer für mich, als Amy und ich unsere Beziehung offenbaren. Damit stelle ich also keine „Gefahr“ mehr dar. Oder jedenfalls weniger. Und die Damen haben weniger Scheu, mich anzusprechen und mit mir zu diskutieren. Wir lernen sehr schnell, dass alle mit uns arbeitenden Katari in den Ministerien hochgebildet sind, wie wir das von der Singapurischen Regierung schon kennen.

Unser Job ist etwas anders als gewöhnlich. Das liegt erstens am Mix von unterschiedlichen Kulturen im Raum. Wir haben Teilnehmer von Sri Lanka, Bangladesch, Simbabwe, von den Seychellen und natürlich aus Katar. Während sich die Arbeitswoche der Katari von Sonntag bis Donnerstag erstreckt, arbeiten alle anderen Kulturen von Montag bis Freitag. Daher ist unser Job nur vier Tage lang, Montag bis Donnerstag.

Zweitens beginnt die Arbeitszeit der Katari in der Regierung jeden Tag um 08.30 Uhr und endet für die Damen um 13.30 Uhr, für die Herren um 14.00 Uhr – ich vermute, um den Damen Zeit für die Zubereitung des Mittagessens zu geben. Nach 14.00 Uhr ist es unmöglich, jemanden im Ministerium zu erreichen. Ich wiederhole: Das gilt nicht nur für donnerstags, sondern für jeden Tag. Daher haben wir sehr viel Zeit, uns in Doha und Umgebung umzuschauen. Wir haben sogar Zeit für einen Ausflug durch die Wüste an die Saudische Grenze im Süden. Diese Grenze ist im Moment geschlossen, wie sicher aus der Tagesschau bekannt ist.

Am Donnerstag nach dem Kurs lädt uns Abdulla zum ausgedehnten Mittagessen ein. Wir, das sind die Herren der Schöpfung. Es ist nicht üblich, derartige Anlässe gemeinsam mit den Damen zu verbringen. Neben Abdulla sitzend, habe ich Gelegenheit, meine Neugierde zu stillen. Und er, der entfernte Verwandte des Emirs hat damit absolut kein Problem. Allerdings ist er im Gegensatz zu unseren Kunden aus Sri Lanka keine Plaudertasche. Er hat eine etwas deutsche Ader, geradlinig und pragmatisch. So hatte er Probleme, die hintere Sitzreihe in seinem Lexus umzuklappen. Er bat kurzerhand einen Freund zum gemeinsamen Essen, der den Rest der männlichen Teilnehmer in seinem Wagen mitnehmen konnte.

Ich frage ihn nach der Trennung zwischen Mann und Frau, worauf er meint, das sei reine Tradition. Jede Dame kann in Katar jeden Job bekommen und damit auch die gleiche Bezahlung wie die Herren. Die Mutter des Emirs sei beispielsweise Direktorin in einem Ministerium, sagt er. Ok,  schlechtes Beispiel. Allerdings meint er auch, dass sein Boss eine Dame sei. Gutes Beispiel. Einer unserer Kunden aus Sri Lanka fragt nach dem Steuersystem. Abdulla antwortet mit einem gewissen Stolz, dass Katar keine Steuern erhebe. Er sieht das Erstaunen auf unseren Gesichtern und schiebt nach „Wir zahlen auch nicht für Wasser und Elektrizität. Das steht uns frei zur Verfügung.“ Nun sind wir doch etwas verdutzt und er meint „Gesundheitsgrundversorgung und Schulsystem bis zur Uni sind auch frei.“

„Willkommen im Paradies!“

Unter Männern

Natürlich wollen wir wissen, ob denn nicht Strom und Wasser verschwendet würden bei diesem System. Die Katari erklären, dass eine Grundversorgung kostenfrei sei. Allerdings reicht diese nicht für das Waschen des Wagens vor dem Haus oder das ununterbrochene Laufen aller elektrischen Verbraucher. Das würde dann recht teuer werden.

In meinen Gedanken überlege ich mir, dass man alternativ auch viele Personen damit beschäftigen könnte, über Jahre ein komplexes System der Regelungen aufzubauen, um scheinbar jedem Hans seine Wurst zu geben. Das würde immense Kosten verursachen, wofür dann Steuern benötigt würden, die dann mit noch höherem Aufwand eingetrieben werden müssten. Dann könnte man das Steuersystem jedes Jahr soweit ändern, dass der Normalverbraucher es nicht mehr verstehen kann und einen der 86.000 Steuerberater braucht, die damit endlich einen Job haben.

Der Muschelfischer

Dieses geniale System wurde durch viele hochbezahlte – und offensichtlich wenig intelligente – Beamte in Deutschland erarbeitet. Entweder fehlt den Katari derartige Weitsicht und Fachkompetenz, oder die haben sich einfach dafür entschieden, diesen Unsinn zu vermeiden und die Einsparungen zum Aufbau des Landes zu nutzen. Glückwunsch.

Meine Frage nach der Anzahl der Frauen beantwortet Abdullah mit vier. Jeder Katari Mann kann vier Frauen ehelichen. Abdullah meint auch, dass er frisch verheiratet sei und keine Intentionen habe, mehrere Frauen zu heiraten. Sein unverheirateter Freund dagegen erklärt sehr bereitwillig, dass er nach zwei Jahren gemeinsam mit seiner ersten Frau eine weitere aussuchen wolle. Nach vier Jahren ebenso, nach sechs noch einmal. Das System hat sich auch in der westlichen Welt durchgesetzt. Nur ist es im Westen inoffiziell, geschieht hinter dem Rücken des Partners oder der Partnerin und endet in der Regel mit allerhand Schlammschlacht bis hin zum Gericht. So gesehen ist die moslemische Lösung recht elegant.

Die Katari-Damen sitzen alle in edlem, schwarzem Umhang und mit Kopfbedeckung in unserem Workshop. Einige haben das Gesicht verhüllt, andere nicht. Vorsichtig frage ich Khaloud danach. Sie ist nicht komplett verhüllt. Sie erklärt, sie hätte in Budapest studiert. Dort ist es nicht üblich, die traditionelle Kleidung zu tragen. Sie hat sich daher an eine etwas lockere Kleiderordnung gewöhnt. Im Ministerium sei schwarz Pflicht. Außerhalb trage sie auch Farben.

Eine andere Katari-Dame, Sara, ist sehr bereitwillig, uns zu helfen. Sie ist komplett verhüllt, so dass wir unsere Probleme haben, sie von anderen zu unterscheiden. Sie lädt uns zu einem Abend in Doha ein. Sie meint noch, dass wir nicht erstaunt sein sollten, wenn wir sie am Abend ohne Schleier träfen. Sie erläutert, die Gesichtsverhüllung sei nicht Pflicht. Viele Damen bevorzugen sie jedoch. Sie selbst mache das, um nicht draußen als Mitarbeiterin der Regierung angesprochen zu werden.

Eierkuchen auf der Straße – lecker

Während ich am Hoteleingang auf Sara warte, parkt ein Maserati ein, worauf eine bildhübsche arabische Dame in schwarz auf glitzernden hohen Schuhen vom Fahrersitz aussteigt. Ich denke mir noch, dass das Sara sein könnte. Allerdings wäre dann der Wagen etwas unglücklich gewählt – ein nutzloser italienischer Zweisitzer für drei Personen. Schnell stelle ich fest, dass das vielleicht eine Sara ist, aber eben nicht die aus dem Arbeitsministerium.

Abdullah Rachman

Wenig später fährt eins dieser 5,7-Liter-Monster vor. Sara gibt sich als hübsche junge Dame zu erkennen und stellt ihren Sohn vor.  Abdullah Rachman ist zehn, in traditionelle weiße Kleidung gehüllt und trägt die dazugehörige Kopfbedeckung. Er hat keinerlei Berührungsängste, gesteht seine Begeisterung für Real Madrid, CR7 und Ferrari und viele andere westliche „Errungenschaften“. Dabei ist er stolzer Katari. Sara erklärt noch, dass sie normalerweise auch fahre, heute aber ihren Chauffeur gebeten habe, uns zu kutschieren – der Einfachheit halber. So müssen wir uns nicht um das Parken kümmern. Eine Nachricht auf dem Mobiltelefon und der Wagen steht vor uns. Praktisch. Amy geht es in Singapur ähnlich. Eine Nachricht auf dem Mobiltelefon und ich fahre vor.

Wir verbringen den gesamten Abend in Begleitung von Sara und Sohn Abdullah Rachman. Natürlich gibt es keinen Alkohol, sondern sehr wohlschmeckende Tees und Kaffees und andere Getränke. Ein vor unseren Augen auf der Straße gebackenes Brot mit etwas Käseaufstrich ist mein absoluter Favorit. Dieses Brot kostet einen Euro und macht satt. Die Katari mögen es gerne süß. So sind fast alle Speisen und Getränke süß. Das ist ok für mich, für einen gelernten Singapurer wie Amy ist das eher eine Ausnahmesituation.

An den folgenden Tagen schauen wir uns in Doha um, fahren im Land Rover durch die Wüste, reiten Kamel und lernen mehr über die Kultur in Katar. Erstaunt stellen wir fest, dass eins der trockensten Gebiete der Erde – im Sommer gibt es weit in die 40 Grad – kein Problem mit Wassermangel hat. Die Meerwasserentsalzungsanlagen machen ihre Arbeit und sind angetrieben vom allseits verfügbaren Öl oder Gas.

Der Brotbäcker

Eigentlich ist der Job in Doha ein Job, den Amy im Auftrag unseres Außenministeriums macht. Sie hatte mich jedoch hartnäckig gebeten, sie zu begleiten, um sie zu „beschützen“. Nun wissen wir, dass sie überall in Doha sicherer ist, als in den meisten Großstädten im Westen, was uns von allen Seiten bestätigt wurde. Und im Gegensatz zu Saudi Arabien haben Frauen einen gleichberechtigten Stand in Katar. Wenn ich das nächste Mal nach Doha reise, dann werde ich das aus Interesse tun und weil die Katari und alle anderen in Katar Lebenden ein Emirat aufgebaut haben, von dem wir hier und da etwas lernen können.

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